04a AB_Gehlen_Zusammenfassung

Der Text von Arnold Gehlen beschäftigt sich mit der Frage, ob der Mensch als „Mängelwesen“ betrachtet werden kann. Er beschreibt, dass der Mensch im Vergleich zu anderen Tieren viele körperliche Mängel hat. Zum Beispiel hat er kein Haarkleid, das ihn vor Witterung schützt, und er hat keine natürlichen Angriffs- oder Fluchtmechanismen. Auch seine Sinne sind im Vergleich zu vielen Tieren weniger scharf, und er hat nicht die gleichen Instinkte, die Tiere zum Überleben benötigen.

Gehlen erklärt, dass diese körperlichen Mängel den Menschen in eine besondere Lage bringen: Er ist auf seine Intelligenz und seine Fähigkeit zur Arbeit angewiesen, um in der Welt zu überleben. Der Mensch ist also nicht perfekt angepasst, sondern muss seine Umgebung aktiv gestalten und verändern, um zu überleben. Diese Fähigkeit zur Anpassung und Veränderung seiner Umwelt nennt Gehlen „Weltoffenheit“.

Außerdem betont er, dass der Mensch sich selbst ständig herausfordern muss, um seine Existenz zu sichern. Das bedeutet, dass der Mensch nicht einfach nur lebt, sondern ständig neue Aufgaben und Herausforderungen für sich selbst schaffen muss, um seine Mängel auszugleichen.

Zusätzlich wird die Rolle der Technik angesprochen. Gehlen sieht Technik als eine Antwort auf die körperlichen Mängel des Menschen. Durch technische Hilfsmittel kann der Mensch seine Fähigkeiten erweitern und die Mängel ausgleichen. Zum Beispiel ersetzen Werkzeuge die Kraft seiner Hände oder Maschinen die Fortbewegung.

Insgesamt zeigt der Text, dass der Mensch durch seine Mängel in eine besondere Situation kommt, die ihn dazu zwingt, kreativ und erfinderisch zu sein, um in der Welt zu bestehen.